Morgen ist’s vorbei. Ein Monat, dreissig Tage sind um. Ohne Süss. Okay, einmal mit, ich will den Joghurt-Eisbecher ja nicht verheimlichen. Und auch nicht die gelegentliche Marmelade, die Joghurts mit Geschmack und meine Hoonichmilch. Wenn man jetzt sagt, Marmelade, Joghurt und Honig sind Nahrungsmittel, was sie ja letzten Endes auch SIND, dann habe ich mich ganz wacker geschlagen.
Ein Monat nichts Süsses. Keine Schokolade, kein ColorRado (gestern abend musste ich aber zumindest mal an der Tüte riechen, bevor ich sie dem Liebsten überliess *gg*), ab und an Nüsse (eigentlich Studentenfutter, ich hab aber die Rosinen nicht gegessen *g*)
Und wie war es? Einfacher als erwartet. Es gab keinen Tag, an dem es mir wirklich schwer fiel, auf Süsses zu verzichten. Und das will schon was heissen, denn unsere Speisekammer ist wegen der zwei Leckermäuler, mit denen ich mein Essen teile (den Purzel lassen wir da mal aussen vor), schon gut gefüllt. Und früher fand schon mal so der ein oder andere KinderRiegel unter der Hand (sprich nichtnotiert) den Weg in meinen Mund. Gerne auch mal zwei. Oder drei. So ein paar kleine Dinger… pah, das ist doch nichts!
Ich hatte nie einen so schlimmen Jieper, dass ich es nicht mehr ausgehalten habe. Okay, ich geb zu, gerade in der letzten Woche wurden die Jieper mehr. Oder sagen wir öfter. Da dachte ich dann schon mal voller Wehmut an die Packung mit Pistazieneis, die noch immer in der Truhe auf mich wartet. Oder an ein Stückchen, nur ein kleines Stückchen Schokolade. Aber es war nie “übermächtig” und ich konnte mich mit Möhren oder Kaugummi oder Kaffee oder mit irgendwas anderem, was nichts mit Essen zu tun hat, ablenken. Ich war wirklich selbst sehr überrascht über meine Disziplin
Natürlich habe ich jetzt nicht wirklich abgespeckt. Ich hätte es zwar gerne, dass der Verzicht auf Süss, zusammen mit der Ernährungsumstellung, die ich ja eh praktiziere, ein bißchen mehr kilotechnisch zu Buche geschlagen hätte. Aber dem ist nicht so. Letztendlich habe ich durch den Verzicht +/- 0 Null abgenommen.
Jetzt könnte ich hingehen und sagen, dass es NICHT der Süsskram ist, der mir die Kilos beschert hat. Was aber nicht stimmt, denn ich muss nur daran denken, wieviel Schokoladenpudding ich mir in meiner Schwangerschaft reingezogen habe :D
Da ärgere ich mich übrigens immer noch masslos, über dieses Geschlemme in der Schwangerschaft!!! Hätte ich vorher gewusst, wie schwer ich diese angefutterten Kilos wieder loswerden würde… letztes Mal ging es soooo schön schnell, da hatte ich ja locker 20kg in einem halben Jahr runter. Aber mein Körper macht mir da einen Strich durch die Rechnung. Da muss ich jetzt durch.
Und ich bin nach wie vor motiviert, das fortzuführen. Auch weil ich den festen Glauben habe, dass sich das irgendwann mal bezahlt machen wird. Ganz sicher sogar.
Aber zurück zum Monat ohne Süss. Ich weiss noch immer nicht, und das zwitscherte ich ja auch bereits des Öfteren, ob ich wirklich Schluss machen möchte. Klar, ich möchte eine Pause machen. Ich habe Lust auf ColorRado (einmal ganz ungehemmt schlemmen) und ich hab mir von gestern ein Mandelhörnchen zur Seite gelegt, das ich morgen mit Genuss verspeisen werde.
Aber darüberhinaus? Ich weiss nicht…. ich hatte schon in den letzten Tagen, wenn ich etwas Süsses gesehen habe (ich sag nur “Speisekammer”) oder auch Finn etwas rausgegeben habe, so eine latente Gier. Die Gier, etwas in mich reinzustopfen. Wahllos. Planlos. Grenzenlos. Und das ist es, was mir ein bißchen Angst macht. Kann ich “kontrolliert” Süsses essen? Oder komme ich besser damit klar, nach jedem zB Monat einen Tag Pause zu machen und mir dann was zu gönnen? Rhetorische Frage, versteht sich. Das kann mir ja niemand beantworten. Höchstens vom ernährungstechnischen Gesichtspunkt her: macht es für meinen Körper einen Unterschied, ob ich jeden Tag ein bißchen oder einmalig ein bißchen mehr esse?
Darum überlege ich, einfach weiterzumachen. Heimlich darf ich ja nicht, das haben mir einige Damen bei twitter schon zu verstehen gegeben *zwinker*
Und wenn ich sehe, wie viele liebe Leutchen ich schon motiviert habe mit meiner Aktion, dann WILL ich ja auch weitermachen. Als gutes Beispiel sozusagen. Als Motivation für andere.
Ja, vielleicht mache ich es folgendermassen: morgen, nach 30 Tagen, eine Pause. Und ab übermorgen geht es weiter. Vielleicht mal mit zwei Monaten? Oder sechs Wochen? Was meint ihr?
***
der Vollständigkeit halber hier noch mein aktuelles Gewicht: 92,4 kg
***
Und als Anregung hier nochmal mein “Soooo möchte ich wieder aussehen”-Lieblingsbild

Hmm, ein wenig merkwürdig ist es schon, dass nach einem Monat ohne Süß am Ende eine Nullrechnung herauskommt. Demnach scheint Deine Kalorienzufuhr nach wie vor höher zu sein, als das, was Du verbrennst – bzw. Du verbrennst nicht mehr, als Du zu Dir nimmst (was das gleichbleibende Gewicht erklären würde). Und auch, wenn Du immer noch hoffst, dass die 20 kg erneut so flutschen, wie sie es schon einmal getan haben, kann ich Dir ebenso nur immer wieder den Tipp geben, mehr Bewegung in Deinen Alltag einzubauen, um den Stoffwechsel und somit die Verbrennungsmaschine auf Trab zu halten. *zwinker*
Kommentar von Frau Schaaf — 29. Juli 2011 @ 17:21
Ja, das werde ich sicher jetzt auch ausprobieren. “in den Alltag einbauen” krieg ich besser hin als mich nach einem Tag mit zwei Kindern noch ins FitnessStudio zu schleppen :D
Kommentar von Nike — 29. Juli 2011 @ 20:35
Ach, Fitnessstudio ist eh nicht jedermanns Sache, da muss jeder für sich rausfinden, was er mag. :-) Ich “muss” (bzw. WILL, es macht mir ja viel Spaß) das machen, weil ich zu Hause, auch, wenn ich es mir fest vornehme, nach Feierabend gar nichts mehr machen würde.
Kommentar von Frau Schaaf — 29. Juli 2011 @ 21:33
Ich muss mal sehen, was ich machen kann ;-)
Kommentar von Nike — 29. Juli 2011 @ 21:45
[...] Woche ohne Süss hiermit einfach als gescheitert. Die ersten fünf Wochen erging es mir wie im Monat ohne Süss. Alles klappte prima, ich hatte kein Verlangen, in der Speisekammer mal ins untere (Süsskram)Fach [...]
Pingback von Und sonst so, Frau Nike? « Frau Nike wird leichter — 7. September 2011 @ 10:51